Sattelzug hängt nach schwerem Unfall über dem Abgrund
Lkw durchbricht Leitplanke auf Wuppertaler Überflieger: Fahrerkabine hängt rund 15 Meter über dem Abgrund – Feuerwehr rettet Fahrer mit Leiter

Ein Lastwagen hat am Donnerstagnachmittag auf dem Überflieger Lichtscheid eine Leitplanke durchbrochen und ist mit seiner Fahrerkabine rund 15 Meter über dem Boden zum Stehen gekommen. Der Fahrer wurde von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet und mit vermutlich leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die aufwendige Sicherung und Bergung des Sattelzugs führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Feuerwehr rettet Fahrer über tragbare Leiter
Gegen 16 Uhr ging bei der gemeinsamen Leitstelle Solingen-Wuppertal die Meldung über einen verunglückten Lastwagen ein, aus dem Kraftstoff austrat. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Zugmaschine des Sattelzugs bereits jenseits der durchbrochenen Leitplanke des Brückenbauwerks, das mehrere Schnellstraßenabschnitte miteinander verbindet.
Der Fahrer war ansprechbar und weder eingeklemmt noch eingeschlossen. Aufgrund der gefährlichen Position seiner Fahrerkabine konnte er das Fahrzeug jedoch nicht eigenständig verlassen. Feuerwehrkräfte brachten ihn mithilfe einer tragbaren Leiter in Sicherheit. Anschließend übernahm der Rettungsdienst die Versorgung und brachte ihn in eine Klinik.
Feuerwehr sichert Sattelzug gegen Absturz
Durch die Beschädigungen am Lastwagen treten Diesel und Öl aus. Die Einsatzkräfte versuchen, den weiteren Austritt zu verhindern und insbesondere eine Verunreinigung des angrenzenden Erdreichs zu vermeiden. Gleichzeitig wurde das Gespann mit technischen Mitteln gegen ein weiteres Absacken und einen möglichen Absturz gesichert. Auch ein Feuerwehrkran kam zum Einsatz. Die eigentliche Bergung soll durch ein spezialisiertes Unternehmen erfolgen.
Vollsperrungen und erheblicher Rückstau
Während der Einsatzmaßnahmen bleiben die angrenzenden Fahrbahnen vollständig gesperrt. Dadurch kommt es zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen und langen Rückstaus. Wie lange die Bergung dauern wird, ist derzeit nicht absehbar. Die Feuerwehr rechnet jedoch mit einem mehrstündigen Einsatz. Insgesamt sind 55 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Die Ursache des Unfalls ist bislang ungeklärt. Nach derzeitigem Kenntnisstand schließen die Einsatzkräfte eine Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer aus.
