Wie geht es mit Theater und Feuerwehr in Solingen weiter?

Sanierung oder kompletter Neubau? Solinger Rat lässt drei Zukunftsmodelle für Theater und Konzerthaus sowie Feuerwachen genauer untersuchen

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Der Solinger Stadtrat hat am Donnerstag (1. Oktober) mit 66 von 80 anwesenden Stimmen eine vertiefte Machbarkeitsstudie zur Zukunft des Theater und Konzerthaus sowie der Feuer- und Rettungswachen beschlossen. Drei Szenarien sollen nun insbesondere hinsichtlich Kosten, Stadtentwicklung, kultureller Möglichkeiten, technischer Anforderungen und Verkehr genauer untersucht werden.

Drei Varianten für Theater und Feuerwehr

Die erste Variante sieht eine Generalsanierung des Theater und Konzerthaus am bisherigen Standort vor. Gebäudetechnik, Brandschutz, Statik und Energiekonzept würden modernisiert und erweiterte Nutzungsmöglichkeiten geprüft. Für die Feuerwehr bliebe grundsätzlich das Drei-Wachen-Konzept bestehen.

Alternativ wird ein Neubau des Theater und Konzerthaus auf dem Omega-Gelände nahe dem Südpark untersucht. Die historischen Industriehallen könnten dabei mit neuen Elementen verbunden werden. Auf dem heutigen Theatergelände würde eine Zentralwache entstehen, die die Standorte Frankfurter Damm und Katternberger Straße zusammenführt. Die Brunnenstraße bliebe als Nebenwache erhalten.

Als dritte Möglichkeit wird ein Kultur- und Veranstaltungszentrum am Fronhof geprüft. Dafür würde das leerstehende ehemalige P&C-Gebäude abgerissen. Auch bei dieser Variante wäre eine neue Zentralwache am heutigen Theaterstandort vorgesehen.

Erheblicher Sanierungsbedarf

Hintergrund sind die baulichen Probleme der bestehenden Einrichtungen. Das Theater und Konzerthaus aus den frühen 1960er-Jahren weist nach Angaben der Stadt erheblichen Sanierungsbedarf bei Brandschutz und Haustechnik auf. Auch die rund 80 Jahre alten Feuer- und Rettungswachen an der Katternberger Straße und am Frankfurter Damm entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner Feuerwehrarbeit.

Entscheidung soll 2027 fallen

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden voraussichtlich Ende des zweiten Quartals 2027 erwartet. Anschließend soll der Rat grundsätzlich entscheiden, welche Variante umgesetzt wird. Politik und Stadtgesellschaft sollen bis dahin in den weiteren Prozess eingebunden werden. Der Betrieb des Theater und Konzerthaus läuft währenddessen wie gewohnt weiter.